Als die Ampel Ende 2021 die Amtsgeschäfte übernahm, war sie mit vier migrationspolitischen Problemen konfrontiert: Erstens mit einer erstarkenden AfD, die die »Migrationsfrage« zur zentralen politischen Agenda erhoben hatte; zweitens mit einer Spaltung der Europäischen Union (EU) im Kampf um den Kurs in der Migrationspolitik; drittens mit überlasteten Behörden und unterfinanzierten sozialen Infrastrukturen; und viertens mit einer zunehmenden gesellschaftlichen Polarisierung im Umgang mit der »Migrationsfrage«.